Entwurfsplanung – Zwischenstand Sommer 2018

Seit Februar 2018 arbeiten die Architekten gemeinsam mit den künftigen Nutzern den Entwurf aus. Der Grundriss des Hauses wird festgelegt, das heißt die Flächen für die Ausstellungsräume, die Depots, die Büros, für Lernräume und den Besucherservice usw. werden festgelegt. Im Laufe der Überarbeitung wurde die Fassade zu allen vier Seiten hin geöffnet und untergliedert. Dadurch werden Zugänge und Blickbezüge ins Innere geschaffen und das Museum verbindet sich mit dem umgebenden Stadtraum.

Im Sommer 2018 wurde eine erste Etappe der Entwurfsarbeit abgeschlossen (die so genannte Vorplanung).

Die Visualisierungen geben einen Eindruck, wie sich das Museum später in das Kulturforum einfügt.

Innenansicht

Zwei sich kreuzende Boulevards bilden das Herzstück des Museums im Inneren. Sie laden die Besucherinnen und Besucher ein, sich an diesem Ort zu treffen, zu verweilen und gemeinsam Kunst anzusehen. Die große Treppe führt vom Nordeingang in das Untergeschoss.

Innenperspektive Nord-Süd-Boulevard
© Herzog & de Meuron / Andy Warhol, Double Elvis: © The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc. / Artist Rights Society (ARS), New York, 2018 / Ronald Bladen, Cathedral Evening; Konrad Klapheck, Glanz und Elend der Reformen; Trak Wendisch, Seiltänzer: © VG Bild-Kunst, Bonn 2018 / Sarah Morris, 1972 [Rings]: © Sarah Morris 2018
Westfassade Matthäikirchplatz
© Herzog & de Meuron

Fassade Westeingang, Matthäikirchplatz

Im Vergleich zum Wettbewerbsentwurf rückt der Museumsneubau nun weiter von der St. Matthäus-Kirche ab. Die Kirche wird durch den Museumsneubau räumlich wieder eingefasst und der Matthäikirchplatz in seiner historischen Form wahrnehmbar.

Für die Fassade des Museums wird unter anderem Backstein verwendet, der einen Bezug zur St. Matthäus-Kirche herstellt. Am Platanenhof befindet sich das Restaurant des Museums.

Fassade Osteingang, Potsdamer Straße

Die Tore an der Ostfassade öffnen sich tagsüber. Sie markieren den Eingang zum Museum an der Potsdamer Straße. Die großflächigen Tore erstrecken sich über die gesamte Fassadenhöhe. Sie können genutzt werden, um Ausstellungen anzukündigen.

Eingang Ostfassade
© Herzog & de Meuron
Nordeingang am Scharounplatz
© Herzog & de Meuron

Nordeingang am Scharounplatz

Die Fassade zum Scharounplatz wird großflächig verglast. So wird von außen die vielfältige Nutzung wahrnehmbar. Die offene Glasfassade wirkt einladend und verbindet das Museum mit dem umgebenden Stadtraum.

Die Freitreppe vor dem multifunktionalen Medienraum an der Nordfassade dient zugleich als Zugang, Treffpunkt und als Tribüne, die für Performances genutzt werden kann.

Südfassade, Sigismundstraße

Die beiden eingeschossigen Tore an der Südseite der Museums dienen der Anlieferung. Eine schräg gestellte Wand lässt zusätzliches Licht ins erste Untergeschoss. Ein Fensterschlitz erlaubt den Blick aus dem Obergeschoss auf die Neue Nationalgalerie.

Südfassade Sigismundstraße
© Herzog & de Meuron
Blick von der Sigismundstraße
© Herzog & de Meuron

Blick von der Sigismundstraße in Richtung Scharounplatz

Für die Fassade des Museums wird Backstein verwendet, damit wird ein Bezug zur St. Matthäus-Kirche hergestellt. Die Fassade wird durch Vor- und Rücksprünge strukturiert. Offene und geschlossene Fassadenbereiche lassen Licht von außen in das Gebäude oder von innen nach außen scheinen.

Lageplan

Die textile Qualität der Fassaden soll sich über das Dach hinweg erstrecken. Damit wird der Eindruck eines einheitlichen Gebäudekörpers verstärkt.

Die beiden sich kreuzenden Boulevards verbinden die weiteren Einrichtungen am Kulturforum miteinander, zum Beispiel die Staatsbibliothek zu Berlin, die Gemäldegalerie oder die Philharmonie.

Das Kulturforum mit dem neuen Museum aus der Vogelperspektive.
© Geoportal Berlin / Digitale farbige Orthophotos 2015 (DOP20RGB) / Herzog & de Meuron