Entwurfsplanung abgeschlossen

Das Planungsteam unter Leitung der Architekten hat gemeinsam mit den künftigen Nutzern seit Februar 2018 das Museumsgebäude geplant.

Mit Abschluss der Entwurfsplanungsphase sind nun die Flächen für die Kunstausstellung, für Depots und interne Büros/Verwaltung, für die Vermittlungsarbeit, den Besucherservice und für die Haustechnik festgelegt.

Die Fassade wurde zu allen vier Seiten hin geöffnet und untergliedert. Dadurch werden Zugänge und Blickbezüge ins Innere geschaffen und das Museum verbindet sich mit dem umgebenden Stadtraum.

Die Visualisierungen geben einen Eindruck, wie sich das Museum später in das Kulturforum einfügt.

Innenansicht

Zwei sich kreuzende Boulevards bilden das Herzstück des Museums im Inneren. Sie laden die Besucherinnen und Besucher ein, sich an diesem Ort zu treffen, zu verweilen und gemeinsam Kunst anzusehen.

Blick vom Haupteingang nach Süden und auf den Ost-West-Boulevard
© Herzog & de Meuron / Sarah Morris: 1972 [Rings], 2006–2013, Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie © Sarah Morris 2019
Boulevard mit Blick vom Erdgeschoss aus nach Norden auf die Treppe und den Haupteingang
© Herzog & de Meuron / Lawrence Weiner: Aphorism-Archimedes, 2007, Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie © Lawrence Weiner / VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Innenansicht nach Norden

Die große Treppe mit Sitzstufen im mittleren Bereich führt vom Nordeingang in das Untergeschoss und kann bei besonderen Veranstaltungen als Zuschauertribüne genutzt werden.

Fassade Westeingang, Matthäikirchplatz

Die Kirche wird durch den Museumsneubau räumlich wieder eingefasst und der Matthäikirchplatz in seiner historischen Form wahrnehmbar.
Das Museum wird von einer mineralischen Hülle umschlossen, die gleichzeitig textil, homogen und reliefartig geschichtet erscheint. Die Verwendung von Betonverbundelementen mit eingelegten Klinkern schafft einen Bezug zur Backsteinfassade der St. Matthäus-Kirche und verleiht dem mächtigen, liegenden Volumen einen feingliedrigen, lebendigen Ausdruck.
Am Platanenhof befindet sich das Restaurant des Museums.

Ansicht der Westfassade mit Baumhof, Matthäikirchplatz und St. Matthäus-Kirche
© Herzog & de Meuron
Osteingang, Ansicht von der Potsdamer Straße bei Tag mit geöffneten Toren
© Herzog & de Meuron

Fassade Osteingang, Potsdamer Straße

Die Tore an der Ostfassade öffnen sich tagsüber. Sie markieren den Eingang zum Museum an der Potsdamer Straße. Die großflächigen Tore erstrecken sich über die gesamte Fassadenhöhe.

Fassade Osteingang, Nachtansicht

Die Tore an der Ostfassade sind nachts geschlossen.

Osteingang, Ansicht von der Potsdamer Straße nachts mit geschlossenen Toren
© Herzog & de Meuron
Haupteingang, Blick auf Scharounplatz von der Freitreppe aus (Nordfassade)
© Herzog & de Meuron

Nordeingang am Scharounplatz

Die Fassade zum Scharounplatz wird großflächig verglast. So wird von außen die vielfältige Nutzung wahrnehmbar. Die offene Glasfassade wirkt einladend und verbindet das Museum mit dem umgebenden Stadtraum. Im ersten Obergeschoss ist der zentrale Ausstellungsraum als geschlossener Sichtbetonkubus ablesbar.

Die Freitreppe vor dem multifunktionalen Medienraum an der Nordfassade dient zugleich als separater Zugang und als Aufenthaltsort. Auf der anderen Seite befindet sich ein Balkon als Außenbereich des Museumscafés.

Südfassade, Sigismundstraße

Die beiden eingeschossigen Tore an der Südseite des Museums dienen der Anlieferung. Eine schräg gestellte, metallische Wand bringt Tageslicht in die Räume im Untergeschoss am geplanten Übergang zur Neuen Nationalgalerie. Ein großformatiges Fensterband bietet aus dem Obergeschoss einen Blick auf die Neue Nationalgalerie.

Blick von der Potsdamer Straße in die Sigismundstraße mit Neuer Nationalgalerie
© Herzog & de Meuron
Ansicht von der Potsdamer Straße nach Westen in die Sigismundstraße mit der Neuen Nationalgalerie
© Herzog & de Meuron

Blick von der Sigismundstraße in Richtung Scharounplatz

Die Fassade des Museums besteht aus einem Betonverbundelement mit eingelegten Klinkern und stellt dadurch einen Bezug zur St. Matthäus-Kirche her. Sie wird durch eine reliefartige Schichtung sowie regelmäßige Fensterperforationen strukturiert. Offene und geschlossene Fassadenbereiche bringen eine Vielzahl von Ein- und Ausblicken mit sich.

Lageplan

Die textile Qualität der Fassaden soll sich über das Dach hinweg erstrecken. Damit wird der Eindruck eines einheitlichen Gebäudekörpers verstärkt.

Die beiden sich kreuzenden Boulevards verbinden die weiteren Einrichtungen am Kulturforum miteinander, zum Beispiel die Staatsbibliothek zu Berlin, die Gemäldegalerie oder die Philharmonie.

Das Kulturforum mit dem neuen Museum aus der Vogelperspektive.
© Geoportal Berlin / Digitale farbige Orthophotos 2015 (DOP20RGB) / Herzog & de Meuron